Auch Entwickler brauchen Platz zum Spielen

15. Juni 2021 /

Statify: Plugin für Datenschutz-konforme Statistik in WordPress

In Zeiten von Datenschutz-„Unruhen“ begibt man sich als Blog-Betreiber auf die Suche nach Alternativen. Google Analytics oder WordPress.com Stats sind bereits aus vielen Blogs verschwunden – Piwik und andere Statisitk-Tools zählen Besucher auf immer mehr Blogs. Statify ist das kompakte Plugin für WordPress, gibt sich mit Weniger zufrieden und ist absolut Datenschutz-freundlich: Statify verzichtet komplett auf die Verarbeitung und Speicherung der IP-Adresse des Lesers.

Neues „Zuhause“ für Statify

Die Projektseite und das Wiki werden ab sofort auf GitHub gepflegt:
https://github.com/sergejmueller/statify

Sprungmarken


Features

Warum ausgerechnet Statify? Einige Gründe sprechen dafür:

  • Kostenlos und werbefrei
  • Datenschutzgerecht
  • Kompakt und übersichtlich
  • Performance- und Datenbank-schonend
  • Multisite-fähig
  • Kompatibel zu Caching-Plugins

Funktionsweise

Statify richtet sich an WordPress-Nutzer, die bei Statistik-Kennzahlen nicht mehr benötigen als ein Diagramm mit historischem Verlauf der Seitenaufrufe. Dazu Top-Listen mit Verweisen (nach Domain gruppiert) und Zielseiten. Weitere Informationen bereitet das kostenlos erhältliche und werbefreie Statistik-Plugin nicht auf (keine IPs, keine Browser, keine Länderherkunft, keine Kampagnen etc.) – optimal und absolut ausreichend als täglicher Analyse-Schnelleinstieg.

Und weil die Menge der Auswertungen sehr zwergenhaft und übersichtlich ist, platziert Statify diese Daten griffbereit und geordnet als Widget auf dem Dashboard des Administrationsbereiches. Praktisch: Nach dem Einloggen ins Backend sofort den aktuellen Besucherstrom der letzten Tage wahrnehmen.

Statify Dashboard-Statistiken
Statify Dashboard-Widget mit essentiellen Kennzahlen

Statistikwerte lokal gespeichert
Nach der Plugin-Installation legt Statify eine lokale Datenbanktabelle für die Aufbewahrung der Daten an, die aus folgenden Spalten besteht:

  • ID
  • Datum
  • Verweis (Referrer)
  • Zielseite (Target)

Die Tabelle reinigt sich in bestimmten Abständen selbsttätig. Wird das Plugin deinstalliert, wird auch die Tabelle samt Daten eliminiert.

Einstellungen im Dashboard-Widget
Anders als sonst: Statify kommt ohne einer gewöhnlichen Seite mit Optionen aus. Allerdings lässt sich der Statistik-Zeitraum und die Anzahl der Listeneinträge direkt im Widget („Rückseite“ des Widgets über den Link Konfigurieren) justieren. Es ist zu beachten, dass das Statistik-Plugin nur Daten für eine begrenzte Anzahl an Tagen (je nach Einstellung bis zu einem Jahr) aufbewahrt, die im Widget eingestellt ist (2 Wochen als Standard, Intervalle bis zu einem Monat sind verfügbar). Als Default protokolliert Statify also 2 Wochen zurück, Einträge älteres Datums werden zugunsten der Speichermenge gelöscht. Dazu prüft ein interner Cronjob zwei mal am Tag den Alter des Datenbestandes.

– Tracking via JavaScript-Snippet
Ist im WordPress-Blog ein Caching-Plugin wie Cachify installiert, so kann Statify die Seitenaufrufe unter Umständen nicht richtig protokollieren, da Blogseiten direkt aus dem Plugin-Cache ausgegeben werden. In diesem Fall werden keine Blog-Plugins ausgeführt, was zwangsweise dazu führt, dass auch Statify keine Besucher zählen kann.

Mit Statify 1.1 kommt eine neuartige Funktion, die genau für solche Fälle ein optionales JavaScript-Tracking mitbringt. Ein präparierter JavaScript-Snippet wird im Footer jeder Blogseite automatisch eingefügt und zeichnet Seitenaufrufe in erwarteter Form auf.

– Referrer und Ziele nur vom aktuellen Tag
Die in Statify 0.8 hinzugekommene Auswahlmöglichkeit reduziert die Ausgabe der Listen in Spalten Top Ziele und Top Referrer auf den aktuellen Tag – gespeicherte Werte der Vortage gehen dabei nicht verloren. Im aktiven Zustand verschafft die Funktion einen schnellen Überblick über Top-Platzierungen des heutigen Tages. Abgeschaltet (Standard) listet das Plugin die Scores des protokollierten Gesamtzeitraumes auf.

Statify-Optionen im Dashboard-Widget
Statify-Optionen im Dashboard-Widget

Anonym und stets aktuell
Statify kommt ohne jegliche Cookies und versteckte Zähl-Pixel aus. Die Dashboard-Statistik greift auf momentane Daten der Datenbanktabelle zu und liefert somit den Live-Zustand der Seitenzugriffe aus. Einsatzbereit auch auf WordPress Multisite Blogs.

Das smarte Tool stellt keine Time Machine dar, die unbegrenzt in die Vergangenheit reisen und mit entsprechenden Daten dienen kann. Dagegen ganz getreu dem Motto: Speichern so viel und so lange wie nötig.


Implementierte Filter

  • statify_skip_tracking (Statify 1.2.6)
    Benutzerdefinierte Steuerung der Zählung von Seitenaufrufen abhängig z.B. vom Seitentyp und Nutzerrechten.
  • statify__user_can_see_stats (Statify 1.3.1)
    Anzeigesteuerung der Dashboard-Statistiken für Nicht-Administratoren

Bereiche, die vom Zählen ausgenommen sind

  • Feeds
  • Trackbacks
  • Robots
  • Vorschau
  • Aufrufe durch eingeloggte Nutzer
  • Fehlerseiten

Download

› Statify – Statistik für WordPress ↓


Mindestanforderungen

  • WordPress 3.8
  • PHP 5.2.4
  • MySQL 5.2

Hinweise

  • Um beim Darstellen des Dashboard-Widgets die Anzahl der DB-Anfragen zu sparen, werden diese für 5 Minuten zwischengespeichert.
  • Nur Administratoren dürfen das Statify Dashboard-Widget sehen bzw. bearbeiten. Um auch Redakteuren den Zugriff zu gewähren, wurde ein WordPress-Snippet konzipiert.
  • Es ist mit einem Zuwachs der Datenbank zu rechnen, da alle Statistikwerte dort gesammelt werden.
  • Für die korrekte Arbeitsweise der Funktion „Tracking via JavaScript-Snippet“ muss das Template footer.php den Funktionsaufruf wp_footer() aufweisen.

Schon gewusst?
Statify verfügt über eine eigene Produktseite: Statify.de


Häufige Fragen

Hat das obige Online-Handbuch nicht alle Fragen beantwortet? Vielleicht helfen nachfolgende Antworten auf die oft gestellten Fragen.

Serverstate-Zugriffe verfälschen die Statistik
Wird Serverstate (Partnerlink) zur Überwachung der Website-Erreichbarkeit genutzt, so erfasst Statify die minütlichen Webseitenaufrufe durch den Dienst. Das lässt sich nicht vermeiden, da Statify über keinerlei Informationen verfügt, um Serverstate-Zugriffe von echten Besuchern zu unterscheiden.

Ein Ausweg ist mit der Statify-Option „Tracking via JavaScript-Snippet“ (siehe oben) möglich. Nach der Aktivierung der Option berücksichtigt das Statistik-Plugin für WordPress keine weiteren Zugriffe durch Serverstate.

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