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20. Oktober 2008 / Closed

wpSALE: Mehr verkaufen unter WordPress. Unkompliziert und effizient

Sehr oft wird in den Foren und Gruppen mit WordPress-Thematik nach einer unkomplizierten und zuverlässigen Möglichkeit gefragt, ganze ...

Sehr oft wird in den Foren und Gruppen mit WordPress-Thematik nach einer unkomplizierten und zuverlässigen Möglichkeit gefragt, ganze Berichte oder einzelne Downloads kostenpflichtig anzubieten. Theoretisch kann eins der vielen für WordPress verfügbaren Shop-Plugins die Abwicklung übernehmen. Aber nur rein hypothetisch… Um lose Download-Links (beispielsweise zu den eBooks) oder bestimmte Informationen (z.B. mit Seriennummern zu Produkten) gegen Bezahlung freizugeben, ist der Einsatz einer komplexen und meist teueren Shop-Lösung absolut überdimensioniert und in den meisten Fällen nicht flexibel genug. Das neu entwickelte WordPress-Plugin wpSALE ist prompt installiert und gibt Teile eines Beitrags erst dann frei, wenn diese per PayPal erfolgreich bezahlt wurden.

English Version
E-Commerce for Bloggers: wpSALE Plugin – More Sales with WordPress

Sprungmarken

Funktionsweise
Was kann also wpSALE? Die nur wenige kByte schwere Software nimmt durch den Blogbetreiber vorgenommene Markierungen innerhalb eines Beitrags wahr, blendet diese vorerst aus und schaltet an dieser Stelle einen alternativen, verkaufsfördernden Text ein. Dabei spielt es fürs Plugin keine entscheidende Rolle, ob der markierte Teil des Artikels aus Textabsätzen, einem Download-Link oder anderen Elementen besteht – wpSALE wandelt die per Shortcode getätigte Markierung (ähnlich wpSLEEP) in einen kostenpflichtigen und erst nach der Bezahlung einsehbaren Bereich um.

Der Shortcode (= Markierung) für einen gebührenpflichtigen Inhalt kann also überall und mehrmals im Beitragstext gesetzt werden. Beim Setzen des Markers werden gleichzeitig auch die dazugehörigen Eigenschaften in Form von Attributen definiert – die Daten müssen also nicht im WordPress-Backend umständlich gepflegt werden, es geschieht alles im Shortcode vor Ort.

Der eigentliche Preis und der zum Kauf auffordernde Text, welchen wpSALE im Hintergrund mit einem Link zur Bezahlung versieht, sind solche Attribute. Mithilfe von zusätzlichen Attributen bzw. Parametern kann weitere Information vor und nach dem besagten Bezahl-Link eingebunden werden, um somit noch mehr Spiel- und Freiraum bei der Gestaltung der “Verkaufsanzeige” zu bekommen. Anbei ein Beispiel mit zur Zeit möglichen Attributen.

Beispiele

  • [wpsale cost="0,99" id="display-serial" before="Kostenpflichtiger Content (€ %cost%)!" link="Jetzt per PayPal bezahlen!" after="Achtung!"]Seriennummer: 123456789[/wpsale]
  • [wpsale cost="3,99" id="download-product" before="Download erst nach Bezahlung von € %cost%!" link="Zahlbar per PayPal."]<a href="#">Zum Download hier klicken!</a>[/wpsale]

Markieren, weiterleiten, bezahlt
Ist die Kennzeichnung der Area vollzogen und der Beitrag gespeichert, sieht der Leser nur den in Attributen hinterlegten Alternativtext (before, link, after) samt Link. Ab da passiert alles intuitiv: Entscheidet sich der Besucher für die Zahlung des verlangten Betrags und klickt auf den Bezahl-Link, leitet wpSALE ihn automatisch auf die PayPal-Website um, wo er sich einloggt und ggf. die Bezahlung vornimmt. Nach erfolgreichem Abschluss der Transaktion leitet PayPal den Nutzer zurück auf die ursprüngliche Seite, wo der kostenpflichtige Inhalt nun aber sichtbar und vor allem nutzbar (Stichwort: Downloads) ist.

Die geglückte Bezahlung bei PayPal hat den Browser des Nutzers mit einem gültigen Cookie versorgt, welcher die notwendige Verifizierung besteht. Der Vorteil dieser Technik ist klar: Der Leser muss sich nicht erst mühsam auf der Website registrieren und keine Registrierungsemail abwarten, um an den bezahlten Content heranzukommen – die Abwicklung läuft in nur einem Schritt und dank PayPal schnell, sicher und unbürokratisch ab.

Die mögliche Schattenseite der Lösung
Der Nachteil ist sicherlich der, dass der Cookie und somit der mögliche Zugriff auf den erworbenen Inhalt gelöscht werden kann – manuell oder durch die zeitliche Gültigkeit im verwendeten Browser. Andererseits stellt sich die Frage, ob die kostenpflichtig angebotenen und durch den Leser gekauften Informationen eine zeitliche Ewigkeit zur Verfügung stehen müssen. Ich bin der festen Überzeugung: Nein, müssen sie nicht. Meine Überlegungen, Spekulationen, Sichtweise:

  • Der nach der Bezahlung freigegebene Link zum eBook wird vom Konsumenten an der Stelle genutzt, die PDF-Datei landet sofort auf der lokalen Festplatte.
  • Die durch die Zahlung des Betrags eingeblendete Seriennummer wird in die Zwischenablage zur Freischaltung einer bestimmten Anwendung herauskopiert. Sonst nie wieder.

Screenshots
Einstellungen im Backend des wpSALE Plugins
Einstellungen im Backend des wpSALE Plugins

Tabellarische Übersicht der Verkäufe
Tabellarische Übersicht der Verkäufe

Features

  • Schneller, Datenbank schonender Code
  • Eingabe der Produktdetails direkt im Beitragstext
  • Protokoll aller Transaktionen
  • Unkomplizierte, registrierungsfreie Abwicklung
  • Gültigkeit des Cookies: 1 Jahr
  • Ab WordPress 2.5 nutzbar

Mögliche Attribute in [wpsale]… [/wpsale]

  • cost
    Produktpreis in deutscher oder englischer Textform.
  • id
    Eindeutige ID bzw. der Name des Produkts. Idealerweise besteht diese Identifikationsnummer – wie eben IDs – nur aus Zahlen, ist aber nicht zwingend. PayPal zeigt die ID unter Zahlungsdetails.
  • before
    Text vor dem Bezahl-Link.
  • link
    Mit dem Bezahl-Link verknüpfter Text.
  • after
    Text nach dem Bezahl-Link.

Verfügbare Platzhalter in [wpsale]… [/wpsale]

  • %cost%
    Der zurzeit einzige Platzhalter kann in den Attributen before, link und/oder after vorkommen und wird automatisch durch den Wert aus dem Attribute cost ersetzt. Der Vorteil: Der Produktreis muss im Shortcode nur einmal definiert werden.

Download & Demonstration
Wegen der Inkompatibilität zum deutschen Recht, eingestellt.

Versionsverlauf
Version 0.5 vom 19.11.2008:

  • Verschlüsselung der Daten (Preis, ProductID)
  • Automatische Säuberung der Tabelle mit Daten
  • Verbesserung des Bezahlvorgangs

Version 0.4 vom 07.11.2008:

  • Neue Option: Sprache der PayPal Login-Seite

Version 0.3 vom 31.10.2008:

  • wpSALE Verkäufe in Form einer tabellarischen Statistik
  • Englische Sprache des Interfaces
  • Umstrukturierung des Codes

Version 0.2 vom 21.10.2008:

  • Kompatibilität mit alten PayPal-Accounts verbessert

Version 0.1 vom 20.10.2008:

  • WordPress-Plugin wpSALE geht online

Installation

  • Plugin downloaden
  • ZIP-Archiv entpacken
  • Datei wpsale.php ins Verzeichnis ../wp-content/plugins/ hochladen
  • Reiter Plugins aufrufen
  • Plugin wpSALE aktivieren
  • Auf Einstellungen klicken und das Plugin mit Optionen versehen

Hinweise

  • Achtet darauf, dass die E-Mail-Adresse des PayPal-Empfängers unter wpSALE Einstellungen eingetragen ist. Im anderen Fall kann die Weiterleitung zu PayPal nicht erfolgen.
  • Die Permalink-Einstellung darf nicht auf Standard stehen.

Updates
Das Plugin wird permanent weiterentwickelt. Erscheint eine neue Version, so gebe ich die Neuerscheinung in den Kommentaren bekannt.
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Für Vorschläge und Meinungen bin ich offen und dankbar.

Sergej Müller

[Der Autor]Sergej Müller ist enthusiastischer Software Engineer mit Schwerpunkten Webentwicklung, Apps und WordPress. Seit 2007 programmiert und vertreibt er wpSEO, das zugkräftige SEO-Plugin für WordPress-Blogs.