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30. März 2014 /

Tools und Tipps zur Steigerung der Performance in WordPress

Ladezeiten der WordPress Blogseiten drastisch reduzieren: Tipps und Plugins aus Erfahrungswerten für steigende Performance in WordPress.
Performance in WordPress

Überdurchschnittlich oft wird die Frage gestellt, welche Techniken und Plugins zur Optimierung der Seitengeschwindigkeit ich als WordPress-Entwickler empfehle und bevorzugt einsetze. Nachfolgend werden Methoden zusammengefasst (vorgestellt sind sie ja hier bereits sehr ausführlich), die von mir im Laufe der Zeit programmiert wurden und sich an kleine bis mittlere Websites mit WordPress unter der Haube eignen.

Tools zur Performance-Optimierung in WordPress

  1. GZIP-Komprimierung der Ausgabe
    Idealerweise schaltet der Hoster die seitenweite GZIP-Kompression der dynamischen Webseiten direkt auf dem Server frei. Alternativ kann das WordPress Plugin wpCompressor diese Aufgabe übernehmen und nach der Optimierung reduzierte Pakete durch die Leitung schicken. Es empfiehlt sich eine Anfrage beim Hoster, da ein Server-seitiges Content-Encoding deutlich performanter ist als es von einem Plugin erledigt wird.
  2. Caching der Webseiten
    Cachify ist in der Lage, die von WordPress erzeugten Blogseiten zu analysieren, zu cachen und gewinnbringend auszuliefern. Die Anzahl der DB-Anfragen und der Speicherverbrauch reduzieren sich um ein Vielfaches.
  3. Optimierung der Upload-Bilder
    Praktisch: Nach dem Hochladen grafischer Medien werden die Grafiken vom Online-Dienst Ysmush.it in der Größe verkleinern. Ohne Qualitätsverlust. Automatisch im Hintergrund (oder manuell auf dem Desktop). Alle Details unter Uploads in WordPress in der Größe verkleinern
  4. Caching der Gravatare
    Ist die Kommentarfunktion im Blog aktiv und Gravatare als visuelle Profilbilder eingeschaltet, so lohnt es sich in der Regel, personenbezogene Abbildungen vom lokalen statt vom entfernten (Gravatar-)Server zu laden. Verständliche Anleitung samt Quelltext für die functions.php: Gravatar-Bilder in WordPress cachen

Tipps zur Performance-Optimierung in WordPress

  1. Braucht man sie alle?
    So wenige Plugins installieren wie es nur geht. Nur die wichtigsten (Hello Dolly ist keins) bleiben. Jede so kleine WordPress-Erweiterung ist hungrig nach Ausführungszeit und Speicher. Unwanted Plugins Remover kann dabei hervorragende Dienste leisten. Weniger ist in der Tat mehr. Und immer schön an WordPress interne (auf den ersten Blick unsichtbare) Cronjobs denken.
  2. Unnötig eingebundener Code
    Jede Installation eines neuen Plugins endet mit einer “händischen” Frontend-Analyse: Werden Bestandteile des Addons wie Javascript und Stylesheets wirklich nur an den Stellen geladen, wo die Erweiterung tatsächlich zum Einsatz kommt? Formular-, Galerien- und Kommentar-Plugins neigen gerne dazu, eigene Komponente auf jeder Blogseite einzubinden, ohne dass der Bedarf dafür vorhanden ist. Die Performance leidet nicht ohne Grund.
  3. Keine oder asynchrone Skripte
    Nach Möglichkeit auf JavaScript verzichten (z.B. Statify WordPress Statistik als Ersatz für Google Analytics). Andernfalls asynchrone Snippets nutzen (z.B. für Google Analytics) oder iFrames für Social Buttons. Inline-Code auslagern. Bei mehreren Skripten pro Datei bitte bündeln.
  4. Cache via .htaccess
    Cache-Steuerung in der .htaccess – spart Traffic, schont den Server, beschleunigt die Darstellung.
  5. Weniger Dynamik, mehr Statik
    Verzicht auf Funktionsaufrufe im WordPress Theme. Lösung: Soweit möglich durch statische Inhalte tauschen. Nach diesem Muster können zahlreiche PHP-Befehle und gar Datenbankabrufe eingespart werden. Doch Achtung beim nächsten Update des Themes…
  6. Jegliche Counter und Feeds cachen
    Ganz gleich ob Feedburner, Twitter, Facebook oder eingebundene Feed-Streams – die Ausgabe der Information (Followeranzahl etc.) auf Blogseiten gehört für einen bestimmten Zeitraum intern notiert, damit Seitenaufrufe nicht zu externen Serveraufrufen werden. Ich beschreibe die Lösung: Anzahl der FeedBurner-Abos und Twitter-Follower in WordPress
  7. Up-to-date
    PHP 5 (PHP 5.2 um genau zu sein) und MySQL 5 sollen es schon sein. Alleine wegen WordPress 3.2.
  8. Google Page Speed nutzen und den Ratschlägen in der Fehlerkonsole folgen.
Sergej Müller

[Der Autor]Sergej Müller ist enthusiastischer Software Engineer mit Schwerpunkten Webentwicklung, Apps und WordPress. Seit 2007 programmiert und vertreibt er wpSEO, das zugkräftige SEO-Plugin für WordPress-Blogs.

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