Auch Entwickler brauchen Platz zum Spielen

31. Januar 2013 /

WordPress App für iPad: Posts und Kommentare unterwegs verwalten

WordPress-Kommentare, Seiten und Posts auf dem iPad mobil veröffentlichen, editieren und verwalten. Mit der kostenlosen WordPress App.

Die Bildschirmgröße und der Kontrast des Apple iPad wenden die Darstellung und die Wahrnehmung abgebildeter Information in eine neue Richtung. Aber auch zur bequemen und mühelosen Dateneingabe eignet sich die vorteilhafte Auflösung ausgezeichnet: Durch ihre hochskalierte Dimension lassen sich die digitalen Tastaturtasten treffsicher erreichen. Die Geschwindigkeit und die Qualität des Tippvorgangs steigt mit jedem Anschlag. In Kombination mit der WordPress App sind Autoren in der Lage, umfangreiche Artikel unterwegs geschwind zu verfassen.

Großflächig und performant
Bei der WordPress App handelt es sich um eine sogenannte Universal App, welche auf jedem mobilen Endgerät von Apple ausgeführt werden kann. Die Oberfläche der kostenlos verfügbaren Applikation richtet sich an das breite, raumreiche iPad-Display aus, verzichtet jedoch auf grafische Aha-Effekte und setzt auf gewöhnliche Standard-Fenster und dezent gestaltete Symbole. Daraus resultierend läuft der Installationsvorgang zügiger als zunächst vermutet.

Begrüßung: Auch WordPress.org Blogs sind willkommen
Begrüßung: Auch WordPress.org Blogs sind willkommen

Der Erststart der App lädt zur Verknüpfung mit einem existierenden Blog ein. Der Installationsassistent fragt Zugangsdaten des Autors bzw. Administrators ab, erlaubt nebenbei Justierungen an Optionen und kann für beliebig viele Blogs händisch aufgerufen werden. Auf Wunsch gibt die WordPress App also mehreren Instanzen ein Zuhause, um Blogs zentral administrieren zu können. Geotagging, das must-have Feature für mobile Software, ist ebenfalls ein fester Bestandteil des Auslieferungszustandes und kann beispielsweise im Theme zur Ausgabe der Position genutzt werden.

Datenabfrage für den aktuellen WordPress Blog
Datenabfrage für den aktuellen WordPress Blog

Sicherheitshinweis
Wichtig zu beachten: Im Administrationsbereich des zu kontaktierten Blogs muss die Option XML-RPC unter Einstellungen › Schreiben aktiviert werden. Andernfalls erfolgt keine Kommunikation zwischen dem Endgerät und WordPress. Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass durch die Scharfschaltung der Funktion ein zusätzliches Tor nach außen geöffnet wird und zu böswilligen Attacken missbraucht werden könnte. Der Schritt gehört also gut überlegt.

WordPress App: Umschalter für direkten Einstieg in die Gruppe
Umschalter für direkten Einstieg in die Gruppe

Die mobile Anwendung erlaubt lediglich eine rudimentäre, in den meisten Fällen jedoch vollkommen ausreichende Pflege des Bloginhaltes. So beschränkt sich die Vielfalt der vorhandenen, pflegbaren Bereiche auf Kommentare, Beiträge und Seiten. Restliche, aus der Web-Version bekannte Segmente wie die Benutzerverwaltung oder die Mediathek bleiben unerreichbar.

Instandhaltung der statischen Seiten
Der Reiter Pages wird in der Regel kaum bis gar nicht genutzt. Es sei denn, man reizt die verborgenen Stärken der Software aus und nutzt WordPress als CMS – flotte, unkomplizierte Content-Änderungen sind mit der App jederzeit möglich, auch wenn Kunde den Dienstleister “on tour” erwischt.

Kommentare & Posts überwachen
Die Applikation bildet die letzten – je nach Einstellungen – X Objekte als chronologische Liste ab: Das gilt sowohl für Beiträge wie abgegebene Kommentare. Nachfolgend der Funktionsumfang der beiden wichtigen Sektoren.

Blog-Kommentare blättern, begutachten, editieren
Blog-Kommentare blättern, begutachten, editieren

Eigenschaften der Kommentare innerhalb der WordPress App

  • Gruppierung nach Alle oder Anstehend
  • Gravatar-Darstellung
  • Massenbearbeitung der Einträge: Löschen, Spam, Freigabe
  • Einzelbearbeitung: Löschen, Spam, Freigabe, Edit, Antworten

Neuer Post von unterwegs: Mit WordPress App möglich
Neuer Post von unterwegs: Mit WordPress App möglich

Eigenschaften der Beiträge innerhalb der WordPress App

  • Verfassung neuer Beiträge
  • Bearbeitung einzelner Beiträge
  • Zusammenfassung der Kommentare zu einem Beitrag
  • Auswahl der Kategorie, Tags. Statuszuweisung (Entwurf, Online etc.)
  • Datumsänderung, Passwortschutz
  • Auswahl der Bilder aus der lokalen (iPad-)Bildergalerie
  • Zwischenspeicherung des Entwurfs auf dem iPad (Offline-Arbeiten möglich)
  • Vorschau

Dem WordPress-Artikel relevante Eigenschaften zuweisen
Dem WordPress-Artikel relevante Eigenschaften zuweisen

Fazit
Kritisch gesehen, kommt die WordPress App nicht ohne kleine Fehler aus. So konnte die Bearbeitung der Blog-Einstellungen nie erfolgreich gespeichert werden. Auch fügt die Software unnötige Zeilenumbrüche an diversen Stellen ein, was zu ungewollten Effekten im Layout führt. Die Möglichkeiten den Artikeltext zu formatieren (außer HTML-Tags manuell zu setzen) oder die aus der Bildergalerie eingefügten Bilder vor der Veröffentlichung zu bearbeiten fehlen gänzlich.

Im Großen und Ganzen kann sich die Anwendung als solider und praktischer Begleiter beweisen. Flexible, mobile Blog-Administration und flinke Texteingabe machen die WordPress App zum unverzichtbaren Werkzeug auf dem iPad jedes Bloggers. Übrigens, die App kommuniziert mit seinem Nutzer ausschließlich in englischer Sprache.

Sergej Müller

[Der Autor]Sergej Müller ist enthusiastischer Software Engineer mit Schwerpunkten Webentwicklung, Apps und WordPress. Seit 2007 programmiert und vertreibt er wpSEO, das zugkräftige SEO-Plugin für WordPress-Blogs.

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