Auch Entwickler brauchen Platz zum Spielen

6. Mai 2010 /

Development: 5 Tipps für professionelles Arbeiten mit Transmit 4

Transmit 4 als ausgereiftes FTP-Tool verfügt über spannende Funktionen, die das Arbeiten eines Entwicklers um einiges erleichtern. Fünf Tipps & Tricks.
Transmit

Ein auf eigene Wünsche makellos angepasstes, ausfallsicheres und flottes FTP-Programm ist für viele Programmierer eins der wesentlichen Instrumente bei der Ausführung von täglichen Aufgaben. Am laufenden Band wollen Daten von Server zu Server transferiert, Ordner synchronisiert, Backups gesichert und Dateien in unterschiedlich tiefen Verzeichnisstrukturen bearbeitet werden. Da spielt die Zuverlässigkeit, aber auch der gebotene Funktionsumfang eine nicht untergeordnete Rolle. Nachfolgende Ratschläge bringen mehr Effizienz und Spaß in die Routine beim Hantieren mit dem FTP-Manager Transmit 4.

1. Inline-Vorschau für Dokumente und Bilder
Im Finder verwöhnt Apple seine Nutzer mit flinker Dateivorschau namens Quick Look. Auch Transmit 4 bekam von den Entwicklern diese sehr praktische, zeitsparende Ansicht spendiert, die jedoch ausschliesslich auf Dateien angewendet werden darf. Eine Schnellansicht markierter Elemente geschieht im FTP-Manager per Klick auf die hinzugekommene Schaltfläche in der Toolbar oder – wie im Finder üblich – durch die Betätigung der Leertaste auf der Tastatur.

Bedauerlicherweise ist die in Transmit 4 eingebaute Quick Look Erweiterung nicht so intelligent und ausgereift wie der native Pendant von Apple. So wird die Vorschau permanent in gleicher Größe geöffnet, unabhängig vom Format und Inhalt. Zu kleine Grafiken werden unschön auf die Mindestgröße des Fensters aufgezogen. Bei gleichzeitiger Markierung mehrerer Objekte stehen dem Nutzer Navigationspfeile zum Blättern innerhalb der Gruppe zur Verfügung.

Nur eine Mausbewegung entfernt: Quick Look in Transmit 4
Nur eine Mausbewegung entfernt: Quick Look in Transmit 4

2. Dateipfad per Tastenkürzel zwischenspeichern
Ist eine Verbindung mit entferntem Rechner hergestellt, spiegelt der Remote-Browser die aktuell verfügbare Datenstruktur wieder. Wählt man in der aufgerufenen Ansicht ein Objekt – unwichtig, ob Verzeichnis oder Datei – aus, so lässt sich dessen Pfad kinderleicht mittels Shortcut Apfel + C (alternativ Rechtsklick Copy Path) in die Zwischenablage befördern und anderweitig verwenden. Vom raschen Befüllen der Zwischenablage profitiert auch die Mehrauswahl: Gewünschte Dateien mit der Maus auswählen, Tastenkombination betätigen, Liste mit Dateipfaden erhalten.

Copy&Paste für Objektpfade via Shortcut oder Menübefehl
Copy&Paste für Objektpfade via Shortcut oder Menübefehl

3. Verbindung direkt aus dem Dock
Seit Generationen bietet Transmit eine direkte Möglichkeit, als Favorit markierte und gesicherte Server direkt aus dem Dock heraus anzuwählen. Aktivierung der rechten Maustaste auf das Programmsymbol bewirkt das Aufklappen einer Menüführung mit möglichen Optionen und visuell abgetrennten Favoriten-Gruppen. Innerhalb der Gruppeneinträge kann mit der Maus oder Tastaturpfeilen navigiert werden, auf Klick kommt es zum Verbindungsversuch Richtung Zielserver. Griffig und zeitsparend.

Voraussetzung für solch eine Direktverbindung ist die aktuelle Aktivität der Anwendung – es dürfen zwar laufende Programmfenster fehlen, die Applikation selbst darf jedoch nicht beendet sein.

Transmit: Schneller geht ein Verbindungsaufbau kaum
Aus dem Dock heraus: Schneller geht ein Verbindungsaufbau kaum

4. Objekte zwischen den Servern bewegen
Um Datenstrukturen zwischen den einzelnen Remote Servern auszutauschen hält Transmit unterschiedliche Lösungsansätze parat. Die gängigsten Methoden Ordner und/oder Dateien von einem Standort auf den anderen zu bewegen:

  1. Altmodisch: Zu kopierende Objekte werden auf den lokalen Ordner transferiert. Von da geht es nach der Verbindung zum gewünschten Server als Upload von der Festplatte ins richtige Verzeichnis.
  2. Mittelplanke: Trasmit ist in der Lage zwei vertikal getrennte Navigationsansichten darzustellen. Auf der linken Hälfte beheimatet sich der Quellserver, in der rechten ist der Zielserver verbunden. Nach der Auswahl des korrekten Zielordners werden Daten von links nach rechts übertragen.
  3. Fachgerecht: Zwei Tabs mit Quelle und Ziel. Selektierte Elemente auf das Tab mit kontaktiertem Zielrechner bewegen und an definierter Position loslassen, sobald das angesteuerte Tab aktiv und die Ordnerstruktur präsent wird. Diese unkonventionelle Technik verschiebt die Objekte von A nach B. Zum Kopieren nutze man gleichzeitig die Alt-Taste auf der Tastatur.

Transmit: Drag&Drop zwischen den Tabs
Drag&Drop zwischen den Tabs

5. Nutzung von Favoriten für Pfade
Version 4.0 des FTP-Clients bringt ein interessantes Verfahren für die Sprungmarken auf Ordnerebene mit. Die Idee und der positive Aspekt des Konzepts: Anstatt zwischen den Verzeichnissen zu springen und unzählige Ordner hinter sich zu lassen, um letztendlich am Ziel zu gelangen, werden oft angesteuerte Orte als Favoriten (Transmit nennt sie Places) gespeichert. Pro Server lassen sich eigene Sprungmarken zuweisen.

Der Zugriff auf Places erfolgt über das dezente Symbol (Stern im Ordner) in der Pfadleiste. Beim Klick darauf öffnet sich eine zusätzliche Oberfläche mit bereits gespeicherten Ordnermarkierungen, die in sich eine Verknüpfung zum gewünschten Verzeichnis verbergen. Hinzufügen lässt sich jeder beliebige Ordner der genutzten Verbindung und zwar durch simples Drag&Drop auf das Places-Icon. Zum Entfernen gehört die Verknüpfung aus dem Bereich herausgezogen.

Geschwind zum Zielordner mit Transmit 4 Places
Geschwind zum Zielordner mit Transmit 4 Places

Sergej Müller

[Der Autor]Sergej Müller ist enthusiastischer Software Engineer mit Schwerpunkten Webentwicklung, Apps und WordPress. Seit 2007 programmiert und vertreibt er wpSEO, das zugkräftige SEO-Plugin für WordPress-Blogs.

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