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7. April 2013 /

Texteditor Espresso perfektionieren: Sugars verwalten

Espresso Sugars steuern das Aussehen und den Funktionsumfang des Editors. An der richtigen Stelle abgelegt, können Sugars justiert werden.
Espresso Sugar

Der Texteditor Espresso in der aktuellen Version 2 ist bei Webentwicklern sehr beliebt. Durch seine native Unterstützung von Modulen – sogenannten Sugars – bleibt Espresso ausbaufähig und modifizierbar. Es existieren Sugars u.a. für Themes, Sprachsyntax und Vervollständigungen. Espresso bringt sehr viele Sugars im Lieferzustand mit, andere lassen sich im Web finden und installieren. Auch ein WordPress Template Tags Auto-Complete Sugar steht zur Verfügung. Nachfolgend soll in Bildern gezeigt werden, wie Espresso durch das Editieren von Sugars erweitert wird.

Espresso Auto-Complete
Praktisches Auto-Complete in Espresso

Absicherung gegen Updates
Mitgelieferte Sugars speichert Espresso in sich selbst – zu finden unter Programme > Espresso > Paketinhalt zeigen. Der Vollständigkeit wegen, sei der komplette Pfad zu den verborgenen “Zuckerstückchen” genannt: /Applications/Espresso.app/Contents/SharedSupport/Sugars/. Dort bewahrt das Programm alle Module auf, die allerdings an der Stelle nicht bearbeitet werden dürfen. Das nächste Update würde die Sugars ersetzen, alle Änderungen seitens Nutzer gehen verloren.

Sobald man weiß, welche Sugar-Datei (die nach Formaten gegliedert sind) bearbeitet werden soll, gehört diese in die Zwischenablage kopiert. In unserem Fall ist es die CSS.sugar, weil dort eine Korrektur an der Autovervollständigung der CSS-Attribute vorgenommen werden soll. Die kopierte Datei landet vorerst auf dem Schreibtisch.

Espresso CSS.xml
Einträge für die Autovervollständigung in Espresso XML

XML als Funktionsquelle
Nach einem Doppelklick würde Espresso das File vom aktuellen Ort (Schreibtisch) in den Benutzerordner /Library/Application Support/Espresso/Sugars/ befördern. Bleiben wir also bei unserem Vorhaben, diverse Einträge aus der Liste der Autovervollständigung für CSS-Dateien zu entfernen (widows, ja widows als erster Auto-Vorschlag beim Tippen von width nervt auf Dauer).

Hierfür wird das Sugar via Rechtsklick > Paketinhalt zeigen temporär “entpackt”. Dort navigiert man zum Ordner CodeSenseLibraries und weiter zu CSS.xml. Genau diese XML-Datei beinhaltet alle Vorschläge für CSS-Attribute im Editor. Jetzt nach Wunsch und Laune modifizieren, speichern. Doppelklick auf Sugar, Datei verschwindet vom Desktop. Espresso neu starten.

CSS.sugar entpacken
CSS.sugar im Finder extrahieren

LESS-Support
Für alle Nutzer von LESS kann das LESS.sugar ans Herz gelegt werden. Alternativ zu LESS.sugar kann im CSS.sugar die Datei Languages.xml im Knotenpunk detectors um den Eintrag <extension>less</extension>> erweitert werden.

Outro
Der besprochene Weg zeigt die Möglichkeit, Espresso nach eigenen Bedürfnissen anzupassen. Wahlweise mithilfe von Installationen zusätzlicher Sugars oder unkomplizierter Bearbeitung der Sugars im Benutzerordner. Überflüssige, veraltete Werte in der Autovervollständigung sind so prompt eliminiert und stören nicht länger. Ein angelegtes Backup dient immer als Versicherung.

Sergej Müller

[Der Autor]Sergej Müller ist enthusiastischer Software Engineer mit Schwerpunkten Webentwicklung, Apps und WordPress. Seit 2007 programmiert und vertreibt er wpSEO, das zugkräftige SEO-Plugin für WordPress-Blogs.

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