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15. April 2009 / WordPress

Antispam Bee und AntiVirus für WordPress mit eigenen Websites

Für mehr Übersicht und Nutzerfreundlichkeit verfügen Antispam Bee und AntiVirus für WordPress ab sofort über eigenständige Websites.

Meine Twitter-Followers wissen es bereits: Plugins AntiVirus für WordPress und Antispam Bee haben jeweils eine Produktseite spendiert bekommen. Da die entsprechenden Webseiten hier im Blog durch die steigende Kommentaranzahl an Durchblick und Übersicht verlieren, sollen losgelöste Websites den Nutzer schnell zum Ziel bringen: Download der Plugins. In diesem Zusammenhang will ich darlegen, wie das Design entstanden ist und welche Erfahrungen ich dabei sammeln konnte.

Eine Vision der Nutzerfreundlichkeit
Vor Monaten hatte ich mich entschlossen, für die genannten Plugins eigenständige Sites zu gestalten – die Landingpages beschreiben knapp und präzise die Software und erlauben einen direkten Download der Anwendungen. Fein, klein, aber auch schick. Da ich aber nur ein Coder und designtechnisch nicht unbedingt begabt bin, musste ein fähiger Designer her, der mir ein brauchbares und schönes Layout anfertigt.

Da das Portal designenlassen.de meinen qualitativen Ansprüchen nicht im geringsten entspricht (wobei dort ab und an doch talentierte Gestalter unterwegs sind), schaute ich mich nach äquivalenten Alternativen um. Im deutschsprachigen Raum sieht es eher mager aus, in den USA haben sich 99designs und crowdSPRING als Vermittler etabliert, wobei der letzte Dienst bei sehr guter Qualität auch sehr teuer zu sein scheint.

Jagd nach besserem Preis-Leistungsverhältnis
Also wurde meine Suche geografisch ausgeweitet und so bin ich auf eine aus Russland stammende Plattform Free-lance.ru gestoßen und bis auf weiteres hängen geblieben. Bedauerlicherweise spricht der Dienst nur die eine Sprache: Russisch. Das Konzept ähnelt der internationalen Konkurrenz: An die versammelte Gemeinschaft der Kreativen wird eine Anfrage gestellt, Ideenvorschläge werden unterbreitet und letztendlich kommt es zum Kauf der ausgesuchten Entwürfe. Ich habe mir fest vorgenommen, dort das Design oder Teile davon machen zu lassen.

Entwicklungsstadium: Entwurf auf Papier
1. Entwicklungsstadium: Entwurf auf Papier

Allerdings bin ich einen anderen Weg gegangen, der meiner Ansicht nach, doch meilenweit unkomplizierter und vor allem zügiger vonstatten gehen sollte. Auf der Website bekommen Freelancer die Möglichkeit sich zu präsentieren, ihre bisherigen Referenzen zu zeigen und mit erarbeitetem Rankingfaktor innerhalb eines Bereichs (z.B. Icon-Design) zu glänzen.

Aus gebotenem Sammelsurium wurde von mir ein Grafiker herausgepickt, der einen zuverlässigen Eindruck machte, zahlreiche Feedbacks vorweisen konnte und sich ausschließlich auf Icons spezialisiert hatte. Warum Icons? Meine Idee war, pro Plugin jeweils ein Icon als Keyvisual entwerfen zu lassen, den Rest der Websites würde ich selbst hinkriegen.

Entwicklungsstadium: Digitalisierung auf Software-Basis
2. Entwicklungsstadium: Digitalisierung auf Software-Basis

Nach einer kurzen Ansprache und Schilderung der Idee, teilte mir der Freelancer seinen Preis für die beiden 512×512 Pixel-Symbole mit: $100 pro Stück, Ideenentwicklung samt Korrekturen in durchaus fairen Kosten inklusive. Er würde auch sofort mit der Umsetzung starten, wenn da nicht ein “Aber” wäre: Von PayPal hat der Gute noch nie etwas gehört und wusste tatsächlich nicht was das ist. Lächeln musste ich dabei…

Da die Bestellung nicht storniert und die dahinterstehende Idee mit schmucken Websites nicht sterben sollte, suchte ich nach einem (Aus)Weg flüssiges PayPal-Guthaben in – im Osten sehr verbreitetes – WebMoney umzutauschen. International gesehen, agieren zahlreiche Dienstleister, die nichts anderes machen, als digitales Geld untereinander umzurechnen. Doch die verlangten Gebühren und die Ausführungszeiten von 2 Wochen regen den Willen nicht unbedingt an. Ganz im Gegenteil.

Entwicklungsstadium: Zustand vor der Korrektur
3. Entwicklungsstadium: Zustand vor der Korrektur

Die Fahndung nach einem passenden Anbieter erreichte ihr Ende als ich eine in Deutschland ansässige Online-”Bank” lokalisieren konnte, die Banküberweisungen auf eigene WebMoney-Geldbörse weiterreicht. Auch hier nicht ohne Einhaltung anteiliger Prozente, dafür mit steuerlich geltender Rechnung und Bearbeitungszeit von einem Werktag nach Zahlungseingang. Ein Traum, Zivilisation pur.

Und da die Überweisung aus Sicherheitsgründen nur auf eigenes WebMoney-Konto befördert wird, kommt man um eine Registrierung bei WebMoney nicht drumherum. WebMoney ähnelt einem Sicherheitstrakt und wirft mit Unmengen an Zertifikaten um sich – spätestens nach 2 Stunden Fleißarbeit ist das Konto angelegt, kann Moneten entgegennehmen und Ware im Internet bezahlen.

Entwicklungsstadium: Mehr Kontrast, mehr Farben
4. Entwicklungsstadium: Mehr Kontrast, mehr Farben

Der Transfer der halbierten Endsumme hat den Grafiker motiviert mit der Beauftragung anzufangen. In wenigen Tagen zeigte er mir ausgearbeitete Ideen und erste Entwürfe auf Papier. Nach Zustimmungen meinerseits begann er mit der Visualisierung der Icons auf dem Rechner. Eine Woche später (nein, ich habe nicht gedrängelt) war die Produktion abgeschlossen. Den Restbetrag schnell überwiesen, PSDs mit transparentem Hintergrund als Quittung erhalten.

Entwicklungsstadium: Endstadium der Icons
5. Entwicklungsstadium: Vollendetes Kunstwerk

Entwicklungsstadium: Endstadium der Icons
5. Entwicklungsstadium: Vollendetes Kunstwerk 2

Fazit
Hätte ich vor dem Auftrag gewußt, dass daraus eine Odysse entsteht und ich dafür eine Reise in die ausgetrocknete Sahara antreten muss, würde ich mein Vorhaben wahrscheinlich auch beiseite liegen lassen. Doch die gesammelten Erfahrungswerte ergänzen unser Wissen. Jetzt, wo ich alle Werkzeuge zur Abwicklung besitze, steht einem weiteren Job nichts im Weg – man muss nur den geeigneten Spezialisten ausfindig machen.

Sergej Müller

[Der Autor]Sergej Müller ist enthusiastischer Software Engineer mit Schwerpunkten Webentwicklung, Apps und WordPress. Seit 2007 programmiert und vertreibt er wpSEO, das zugkräftige SEO-Plugin für WordPress-Blogs.