Artikel vom 23. Dezember 2008
Optimaler Permalink in WordPress: Erkenntnisse und Empfehlungen
Von Haus aus liefert WordPress nur sehr wenige Optionen für SEO (Suchmaschinenoptimierung). Doch eine der wichtigsten und stärksten Methoden gehört zum Standard: Die Rede ist von bausteinförmigen Permalinks, welche die Links der Blogseiten anhand des Titels in so genannte sprechende URLs umwandeln. Im Suchmaschinen und SEO-Blog der SISTRIX GmbH wurde nun herausgefunden, wie viele Keywords eine optimal angelegte URL maximal beinhalten darf.
Kürzer ist schöner, ist zugkräftiger
Durchgeführte Experimente haben eindeutig bewiesen, sprechende URLs – ganz gleich ob unter WordPress oder anderswo – müssen nicht unbedingt aus zig Keywords bestehen, um eine Webseite bei Google besser ranken zu lassen. Weniger ist in diesem Fall definitiv mehr: Maximal 4 Keywords sollen dem Domainnamen folgen und nur sie werden von Google berücksichtigt, gewichtet und als Rankingfaktor mit einbezogen. Die restlichen Keywords der Internet-Adresse, auch wenn diese perfekt zum Content passen und gründlich ausgesucht wurden, ignoriert die Suchmaschine stillschweigend.
Bedeutung der Feststellung
Das wichtigste kommt auch in der URL immer zuerst! Knappe, thematische Keywords werden zum Bestandteil eines Links – nicht mehr als vier.
Optimierungen in WordPress
Notwendige Anpassungen im Administrationsbereich lassen sich problemlos und geschwind mit Bordmitteln erledigen. Zwei Schritte sind von Nöten:
1. Umstellung der Link-Struktur
Die Permalinks des Blogs auf Individuelle Struktur umstellen, wobei der Platzhalter %postname% die vorderste Position zugewiesen bekommt. Sexy ist eine URL ohne der %post_id%, wenn diese aber unbedingt sein muss, dann ab ans Ende damit.

Sinn- und wirkungsvolle Struktur der Links
2. Manuelle Adaption der URL
Da bei diesen Permalink-Einstellungen der Titel eines Artikels automatisch zur Komponente der URL wird, muss entweder der Titel sorgfältig gewählt oder der Entwurf der dynamisch generierten URL manuell nachgebessert werden. Für Letzteres stellt WordPress einen komfortablen Editor direkt unterm Beitragstitel zur Verfügung, in dem die (bald) sprechende URL nach eigenen Wünschen vervollständigt werden kann. Dran denken: & und _ sind keine Trennzeichen für Keywords innerhalb der URL.

Manuelle Justierung für mehr Effizienz
Empfehlungen
- Geschwindigkeitseinbußen: Bei größeren Projekten mit WordPress als CMS empfiehlt es sich die ID der Beiträge mit in die Permalinks aufzunehmen. Die eingefügte ID unterstützt das System bei der Lokalisierung der aufgerufenen Seite in der Datenbank und spiegelt sich in zügigen Auslieferungszeiten wieder. Weitere Informationen
- Google News: Kandidiert ein Blog als Quelle für Google News, so schreibt Google eine mindestens dreistellige Zahl in der URL der ausgelieferten Artikel vor – %post_id% eignet sich bestens als fortlaufende Nummer der Beiträge.
Nachgefragt
Wie sehen eure Links aus und wie lang sind diese in der Regel?
[Der Autor] Sergej Müller ist enthusiastischer Software Engineer mit Schwerpunkten Webentwicklung und WordPress. Seit 2007 programmiert und vertreibt er wpSEO, das weltberühmte und patentierte SEO-Plugin für WordPress-Blogs.
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44 Kommentare zum Artikel
Bei mir sind sie ebenfalls individuell. Als erstes kommt die Kategorie (bei mir Tablar) und danach der Postname. Damit kann ich zwar nie zwei gleiche Titel wählen, doch ist es IMHO überschaubare Sache.
Ich gehöre ja auch zu der Sorte, die die PostID in die URL stecken. Allerdings frage ich mich, wie wahrscheinlich ist es, dass man einen gleichen Titel verwendet. Eigentlich gleich Null.
Ich nutze auch eine individuelle Struktur, genauer genommen /%category%/%postname%/%post_id%
Und aus wie vielen Keywords bestehen so in der Regel eure URLs? Meine beinhalteten bis dato 4-7 Wörter.
>> Allerdings frage ich mich, wie wahrscheinlich ist es, dass man einen gleichen Titel verwendet. Eigentlich gleich Null.
Das kann eigentlich garnicht passieren da WordPress hier einfach eine Zahl (2, 3, 4, etc) hinter die url packt :-) zumindest war es so bis zur Version 2.5 !
Dann verstehe ich aber auch nicht, warum fast jeder Blogger die PostID an die URL dran hängt? Ab und und an sieht man sogar das Datum als Trenner – das ist in meinen Augen sowieso eine Platzverschwendung.
Zuerst habe ich (vor 2 Jahren) die Datum-Permalinks benutzt weil WordPress sie verstärkt angepriesen hatte, irgendwann habe ich gemerkt das sie einen echten nutzen haben kann wenn man auf Webseiten nach Infos sucht und in dem ganzen Blogpost kein Datum angezeigt wird.
Wenn dann auch keiner kommentiert hat bleiben die Datum-Permalinks als einzige Chance übrig, den Blogpost zeitlich einzugrenzen ;-)
Deswegen nutze ich ICH sie. Um den Leser auf einem Blick zu zeigen in welchem zeitlichen Rahmen er sich befindet. Bei Tutorials zum Thema WordPress und co. unerlässlich.
PostID’s sind hässlich und haben keinen nutzen. Wenn ich mich nicht ganz täusche, habe ich die Info in meinem ersten Kommentar irgendwann mal bei Vladimir Simovic oder Frank Bültge gelesen.
Das Datum im Permalink finde ich insofern sinnvoll, als dass man dadurch einfach und ohne Probleme den Beitrag zeitlich einordnen kann.
Man kann so mit einem Permalink namens
xxx.de/2005/12/24/frohes-fest/
auch sofort herausfinden, von wann der Weihnachtsgruß stammt.
Wobei natürlich die Frage ist, ob es dann nicht sinniger ist, wenn man das Datum an den Titel hinten heranhängt.
Die nächste Frage wäre dann: Was macht man, wenn man bisher eine andere Permalink-Struktur hat und diese jetzt ändern will?
Da stimme ich dir zu, Jens. Doch in manchen Fällen ist es gar nicht gewollt das Verfassungsdatum preiszugeben. So habe ich beispielsweise einen alten Blog mit sehr vielen Beiträgen, die zwar älter sind, dennoch über informative Daten verfügen. Würde da jetzt das Datum stehen, würden das Vertrauen und die Aktualität des Artikels in Frage gestellt.
Wenn du die Permalinkstruktur jetzt in einem “lebendigen” Blog änderst, dann sorgst du dafür, dass dein Content auf einmal unter unterschiedlichen Adressen erreichbar ist. Also Spam für Google. Die 301-Redirects bekommt Google zwar mit, aber das ist ein mehrmonatiger Prozess. Würde ich persönlich nicht machen, es sei denn, es handelt sich um einen kleinen privaten Blog, der auf Google-Traffic gar nicht angewiesen ist.
@Sergej:
Nun manchmal kann das Alter von Informationen ja auch für Qualität stehen. Nach dem Motto “Das ist nicht geändert, das scheint also richtig gut zu sein”.
Bzgl. der Permalinkstruktur lass ich das dann lieber mit den 301′ern. Zumindestens für mein Hauptblog.
Ich nutze inzwischen die Permalink-Struktur /%postname%.html.
Den Pfad bastle ich meistens selber nochmal nach, wenn ich einen Artikel veröffentliche, da der Titel manchmal zu lang ist, oder Umlaute nicht umgeformt werden, sondern aus ü zum Beispiel u statt ue gemacht wird.
Das Datum steht bei mir über jedem Post, in der URL finde ich es unwichtig. Lieber kurz und prägnant, sodass in Suchmaschinen die gesamte URL anzeigen und der Nutzer daraus auf den Inhalt schließen kann.
wemaflo, dafür gibts doch ein PlugIn: WP-Cleanumlauts
… welches früher auch zum Lieferumfang der eingedeutschten WordPress-Version gehört hatte.
Oh! Wunderbar! Vielen Dank!
Hübscher Pluginname :)
Danke für den Tipp :), wieder mal was dazu gelernt. Wusste zwar, dass Google weniger Keywords, als andere Suchmaschinen beachten, aber das es gerade mal 4 sind, hätte ich nicht gedacht. Was ich noch hinzufügen kann, ist z.B. dass man die Kategorien und Tags auch optimiert.
>> z.B. dass man die Kategorien und Tags auch optimiert.
Das wird Stoff für den nächsten Artikel sein, hab ich mir schon vorgemerkt.
Hallo, ich nutze i. d. R. immer folgende Struktur:
/%category%/%postname%.html
bin ich bisher immer ganz gut mit gefahren.
Ich würde die Dateiendung aber weglassen. Zum einen ist es ein wenig sicherer und zum anderen ist es aus meiner Sicht Benutzerfreundlicher. z.B. http://www.domain.com/kategorie/test ist besser als http://www.domain.com/kategorie/test.html bzw. .php
Ich glaube, das steht nicht mehr im Raum. Jedem soll heutzutage klar sein, dass die Dateiendung im Pfad in den meisten Fällen sinnlos ist. WordPress macht es von Haus aus auch nicht automatisch, man muss schon Hand oder Plugins einsetzen, um die Dateiendung an die Permalinks dranzuhängen.
Das Datum in der URL ist zwar eine schöne Sache, verringert mir jedoch den Platz für die Keys. Da die Post-ID hinten an kommt, spielt diese keine Rolle und gibt eine Orientierung für das Alter des Posts. Mit der Categorie verhält es sich miener Ansicht nach ebenso.
Teile absolut deine Ansicht.
Ich verwende nur noch /%postname%/ in der URL, in der ich bei Bedarf Stoppwörter etc. entferne. So kommt man einfach zu optimaler Wortdichte und domain-Nähe. Und man beschränkt sich aufs wesentliche. Das Datum mag seine Vorteile haben, aber das befindet sich ja in der Regel auch im Artikel. Und Leser kommen ja hoffentlich wegen des Inhalts und nicht wegen des Datums, so dass dieser zusätzliche Klick bis zur Eruierung des Datums zu verkraften sein sollte.
Die PostId in die URL zu bringen, ist dann sinnvoll, wenn man mit seiner WordPress-Installation nicht ein Personal Blog, sondern eine Zeitung oder ein Magazin betreibt und in Google News aufgenommen werden möchte. Dann wird nämlich eine mindestens dreistellige Post ID in der URL verlangt.
Über die Datumsanzeige in der URL kann man sicherlich lange streiten. Aber ein kleiner Hinweis an Jens:
xxx.de/2005/12/24/frohes-fest/
ist kontraproduktiv, da Google das / als Trennzeichen wertet und damit dann 3 der 4 möglichen Keywords verloren sind. Wenn schon Datum, dann besser so:
xxx.de/20051224/frohes-fest/
eigentlich am besten so:
xxx.de/frohes-fest/20051224/
Letzteres sieht aber irgendwie doof aus :)
CU
Frank-Andre
@Frank-Andre:
Eventuell würde dann ja
xxx.de/2005_12_24/frohes-fest/
gut gehen. Wenn nicht das Problem der Umstellung wäre.
Werde wohl demnächst mal
http://www.deanlee.cn/wordpress/permalinks-migration-plugin/
ausprobieren.
Jens, das Plugin ist ja sehr alt. Alte Permalinks auf die neue Permastruktur kann doch WordPress von Haus aus. Ebenfalls per 301 Redirect. Korrigiere mich, wenn ich mich täusche.
Also das Plugin hat bei mir prima funktioniert. Hab es zwar auf meinem Blog nicht im Einsatz, jedoch auf einem anderen mit WordPress 2.6.3er – Version. Dort lief es ohne dieses Plugin nicht. Mit welcher Version kam es denn bzw. meintest du, dass WP das Redirect von Haus aus mitbringt, wenn noch kein Post da ist?
Ich selber verwende noch die alte Standard-Link-Struktur mit %post_id%, werde aber, wenn ich endlich wieder Zeit hab, meinen Blog technisch aufzurüsten die Permalink-Struktur umstellen auf %category%/%post_name%.
Hallo Sergej,
dein Artikel lässt es gerade doch etwas rattern in meinem Kopf. Ich glaube ich werde in Zukunft versuchen mich auch auf 4-7 Keywords in der URL zu beschränken, vllt. klappts dann auch mal mit den Positionen bei Google. Denn eigentlich habe ich schon alles bis zum geht nicht mehr durchoptimiert.
Komischerweise bin ich zwar mit einigen Suchbegriffen ganz nah an der Spitze, aber bis zu den Top 5 gelang ich nur selten, dafür finden sich dort meine Konkurrenzblogs die deutlich weniger Content besitzen, und / oder meiner Meinung nach nicht so gut optimiert sind (Stichwort Meta Tags, usw.). Das es an meinen teilweise sehr langen URLs liegen konnte, auf die Idee bin ich noch nicht gekommen.
Was meint ihr…ist es sinnvoll nachträglich wenigstens die Stopwords wie “und”, “ist”, usw. aus den Urls meiner Beiträge zu entfernen? Und wie verhält sich Google? Eigentlich müsste dann ja eine 301 auf die geänderte URL verweisen, stimmts?
Viele Grüße
@Bichareh
Würde ich aus den URLs entfernen, ja. Dann muss ein Plugin die Weiterleitungen übernehmen, wenn es sehr viele Beiträge sind. Sonst kann auch in wpSEO (hast du ja im Besitzt) eine manuelle Weiterleitung für Beiträge eingerichtet werden.
Sonst einfach ab jetzt verbesserte Struktur verwenden und die alten Permalinks so belassen wie die sind – die Umstellung bringt nicht immer den gewünschten Effekt, vor allem nicht immer so schnell.
Okay, Danke für die kompetente Antwort :-)
Nur eines noch…ich habe an die 4000 Beiträge drin. Wenn ein Großer Teil davon umgeschrieben werden würde, bekommt ja auch ein Großteil davon dann die 301 Weiterleitung…besteht die Gefahr das Google das als negativ für mich wertet, mich rausknallt aus dem Index oder gar abstuft?
Die verbesserte Struktur hab ich mir im Schnelldurchgang heute schon angeeignet. Meine Beiträge von heute sind schon schön kurz und knackig! :-D
Naja, bei dieser Anzahl der Beiträge kann man es wohl nie genau sagen. Die Gefahr ist da.
Meine sehen so ( http://www.mobiflip.de/2009/08/post-titel/) aus, ich dachte durch die Angabe des Zeitpunktes kann man das Auffinden der Beiträge in der Datenbank beschleunigen. Stimmt das oder ist dies nur durch die ID möglich?
Generell finde ich es für den Nutzer praktisch, anhand der URL zu sehen wie alt der Beitrag ist.
WordPress sucht den Beitrag nach der ID, das Datum ist entweder für dich als Blogbetreiber oder für deine Leser von Vorteil. Aber nicht für das System und auch nicht für Suchmaschinen.
Also je mehr Beiträge ohne ID desto länger dauert die Suche oder desto länger dauert der Aufruf nach Klick auf dem Permalink?
Wollte mir das Ändern der Permalinks eigentlich sparen und weiß nun nicht ob ich es wagen soll.
Es gab mal hier eine Diskussion und Erläuterungen zu den Permalink-Strukturen und entsprechenden Ausführungszeiten. Aber natürlich bei einem überdurchschnittlich gut besuchten Blog, einfache Blogs leiden da nicht drunter.
Danke für den Tipp ;)
Um so kurzer die ID um so besser.
Hallo Sergej,
im Artikel schreibst du die Post-ID gehört ans Ende der Permalinkstruktur, im Blog nutzt du allerdings eine andere Reihenfolge.
Gibt es Gründe für den Wandel?! Ich versuche gerade meinen Blog zu optimieren und überall liest man was anderes :)
Schöne Grüße
Olli
Olli, sehr gut erkannt.
Der Grund ist trivial: Die Erkenntnis und die Bestätigung der sinnigen Keywords-Reihenfolge innerhalb des Permalinks kamen zeitlich erst nach dem Start des Blogs. Und da wollte ich nicht die Permalinkstruktur verändern.
Neue Artikel bekommen aber stark reduzierte, aber schlüssige Permalinks zugewiesen, so dass es sich ausgleicht.
Ok,
super vielen Dank.
Schöne Grüße
Olli
super artikel! danke! habe bisher immer bei der benutzerdefinierten struktur: /%category%/%postname%/ angegeben. gestern auch bei einer neuen wordpress seite (wordpress 2.9 deutsch). nun kommt aber immer die 404 seite sobald ich die seite ansehen will… bei der standard einstellung, wird die seite angezeigt… hat hier jemand ne idee an was das liegen könnte?
Vielleicht weil deine .htaccess nicht beschreibbar ist? So als Vermutung.
danke Sergej – dein Tipp hat mich weitergebracht. Hab nun festgestellt, dass das Webpacket meines Kunden bei Hosteurope .htacces nicht unterstützt… HostEurope macht mir seit genau einer Woche das Leben zur Hölle… hätte ich mir fast denken können, dass das Problem mal wieder bei HostEurope liegt…
1 Verlinkung auf den Artikel
› Geschwindigkeit von Wordpress Permalinks | knevels·org