StartseiteApple, WordPress / 8. Juli 2010

WordPress App für iPad: Posts und Kommentare unterwegs verwalten

WordPress

Die Bildschirmgröße und der Kontrast des Apple iPad wenden die Darstellung und die Wahrnehmung abgebildeter Information in eine neue Richtung. Aber auch zur bequemen und mühelosen Dateneingabe eignet sich die vorteilhafte Auflösung ausgezeichnet: Durch ihre hochskalierte Dimension lassen sich die digitalen Tastaturtasten treffsicher erreichen. Die Geschwindigkeit und die Qualität des Tippvorgangs steigt mit jedem Anschlag. In Kombination mit der WordPress App sind Autoren in der Lage, umfangreiche Artikel unterwegs geschwind zu verfassen.

Großflächig und performant
Bei der WordPress App handelt es sich um eine sogenannte Universal App, welche auf jedem mobilen Endgerät von Apple ausgeführt werden kann. Die Oberfläche der kostenlos verfügbaren Applikation richtet sich an das breite, raumreiche iPad-Display aus, verzichtet jedoch auf grafische Aha-Effekte und setzt auf gewöhnliche Standard-Fenster und dezent gestaltete Symbole. Daraus resultierend läuft der Installationsvorgang zügiger als zunächst vermutet.

Begrüßung: Auch WordPress.org Blogs sind willkommen
Begrüßung: Auch WordPress.org Blogs sind willkommen

Der Erststart der App lädt zur Verknüpfung mit einem existierenden Blog ein. Der Installationsassistent fragt Zugangsdaten des Autors bzw. Administrators ab, erlaubt nebenbei Justierungen an Optionen und kann für beliebig viele Blogs händisch aufgerufen werden. Auf Wunsch gibt die WordPress App also mehreren Instanzen ein Zuhause, um Blogs zentral administrieren zu können. Geotagging, das must-have Feature für mobile Software, ist ebenfalls ein fester Bestandteil des Auslieferungszustandes und kann beispielsweise im Theme zur Ausgabe der Position genutzt werden.

Datenabfrage für den aktuellen WordPress Blog
Datenabfrage für den aktuellen WordPress Blog

Sicherheitshinweis
Wichtig zu beachten: Im Administrationsbereich des zu kontaktierten Blogs muss die Option XML-RPC unter Einstellungen › Schreiben aktiviert werden. Andernfalls erfolgt keine Kommunikation zwischen dem Endgerät und WordPress. Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass durch die Scharfschaltung der Funktion ein zusätzliches Tor nach außen geöffnet wird und zu böswilligen Attacken missbraucht werden könnte. Der Schritt gehört also gut überlegt.

WordPress App: Umschalter für direkten Einstieg in die Gruppe
Umschalter für direkten Einstieg in die Gruppe

Die mobile Anwendung erlaubt lediglich eine rudimentäre, in den meisten Fällen jedoch vollkommen ausreichende Pflege des Bloginhaltes. So beschränkt sich die Vielfalt der vorhandenen, pflegbaren Bereiche auf Kommentare, Beiträge und Seiten. Restliche, aus der Web-Version bekannte Segmente wie die Benutzerverwaltung oder die Mediathek bleiben unerreichbar.

Instandhaltung der statischen Seiten
Der Reiter Pages wird in der Regel kaum bis gar nicht genutzt. Es sei denn, man reizt die verborgenen Stärken der Software aus und nutzt WordPress als CMS – flotte, unkomplizierte Content-Änderungen sind mit der App jederzeit möglich, auch wenn Kunde den Dienstleister “on tour” erwischt.

Kommentare & Posts überwachen
Die Applikation bildet die letzten – je nach Einstellungen – X Objekte als chronologische Liste ab: Das gilt sowohl für Beiträge wie abgegebene Kommentare. Nachfolgend der Funktionsumfang der beiden wichtigen Sektoren.

Blog-Kommentare blättern, begutachten, editieren
Blog-Kommentare blättern, begutachten, editieren

Eigenschaften der Kommentare innerhalb der WordPress App

Neuer Post von unterwegs: Mit WordPress App möglich
Neuer Post von unterwegs: Mit WordPress App möglich

Eigenschaften der Beiträge innerhalb der WordPress App

Dem WordPress-Artikel relevante Eigenschaften zuweisen
Dem WordPress-Artikel relevante Eigenschaften zuweisen

Fazit
Kritisch gesehen, kommt die WordPress App nicht ohne kleine Fehler aus. So konnte die Bearbeitung der Blog-Einstellungen nie erfolgreich gespeichert werden. Auch fügt die Software unnötige Zeilenumbrüche an diversen Stellen ein, was zu ungewollten Effekten im Layout führt. Die Möglichkeiten den Artikeltext zu formatieren (außer HTML-Tags manuell zu setzen) oder die aus der Bildergalerie eingefügten Bilder vor der Veröffentlichung zu bearbeiten fehlen gänzlich.

Im Großen und Ganzen kann sich die Anwendung als solider und praktischer Begleiter beweisen. Flexible, mobile Blog-Administration und flinke Texteingabe machen die WordPress App zum unverzichtbaren Werkzeug auf dem iPad jedes Bloggers. Übrigens, die App kommuniziert mit seinem Nutzer ausschließlich in englischer Sprache.

Sergej Müller

[Der Autor] Sergej Müller ist enthusiastischer Software Engineer mit Schwerpunkten Webentwicklung und WordPress. Seit 2007 programmiert und vertreibt er wpSEO, das weltberühmte und patentierte SEO-Plugin für WordPress-Blogs.

Soziale Werkzeuge

10 Kommentare zum Artikel

61 Tage zuvor | #1 Alexander Trust

Also die iPad-App ist okay, allerdings muss ich gestehen, dass nicht jeder damit seine Freude haben wird. Da ich auch redaktionell tätig bin und weiß, wie z. B. nicht so web-affine Menschen beim Verfassen von Texten ein Problem damit haben, auch noch den HTML-Code einzugeben, dann würde man sich bei der WordPress-iPad-App ein wenig von der Funktionalität wünschen, wie sie z. B. Apples iWork-Apps bieten.

Es ist aber unbestritten, dass WordPress hier als gutes Beispiel voran geht. Nur gibt’s die App ja auch nicht erst seit heute.

Alexander Trust
61 Tage zuvor | #2 Sergej Müller

Ich war selbst erstaunt, dass WordPress sehr aktiv in dem Bereich mobiler Anwendungen ist. Es gibt WordPress Clients für fast jede Plattform und Updates werden regelmässig nachgereicht. So dass ich denke, dass die fehlende Formatierung des Textes und der Zugriff auf die Blog-interne Mediathek noch kommen werden. Die Nachfrage muss einfach da sein und an die Entwickler kommuniziert werden.

Sergej Müller
61 Tage zuvor | #3 Alexander Trust

Wie schaut es denn in der Entwicklerriege aus? Es scheint ja doch auch einige zu geben, die selbst ein iPad haben, oder täusche ich mich? Ansonsten würde es ja keinen Sinn machen, dass sich einige davon auch jetzt schon dafür einsetzen…?

Alexander Trust
61 Tage zuvor | #4 Sergej Müller

Dazu kann ich dir keine zuverlässige Antwort geben, da mir da Hintergrundinfos fehlen.

Sergej Müller
44 Tage zuvor | #5 Stefan

Intressant, mit wie wenig sich manche zufrieden geben. Text und Bilder, das war’s – keine Fromatierungen, keine Positionierungen der Bilder etc.
Dieses Software ist überhaupt keine Alternative. Klar, wer lieber HTML Quelltext tippt ist aber auch mit jedem FTP Client zufrieden.

Stefan
44 Tage zuvor | #6 Sergej Müller

Stefan, sobald du eine bessere App programmiert hast, lass mich wissen. Ich schreibe ein Review darüber und weise ausdrücklich auf die vorbildliche Umsetzung der in der WordPress App fehlenden Features hin, versprochen.

Sergej Müller
34 Tage zuvor | #7 Daniel

Also ich habe das App getestet und finde es auch störend das mit den Zeilenumbrüchen und was mich immer richtig gestört hat war das oben angesprochene mit dem Speichern der Blog Einstellungen. Naja ich glaube das WordPress dieses auch gemerkt hat und bald ein Update rauskommt.

MFG
Daniel

Daniel
21 Tage zuvor | #8 Rolf Moczarski

Finde ich sehr gut, dass es ein derartiges App schonmal gibt, wenn ich mir dann nächstes Jahr mal das Ipad leiste werd ich endlich auch unterwegs posten können :D

Rolf Moczarski
9 Tage zuvor | #9 LexX Noel

WordPress App für’s iPad ist grauenvoll, zumindest für mich was die Handhabung angeht. Schlechteste Umsetzung die ich je gesehen habe bei WordPress, da würde ich eher ein paar Euros für eine vernünftige App ausgeben die auch entsprechend Support hat.

Eine MarsEdit App für das iPad oder iPhone/iPod touch ist zwar in Entwicklung, aber da selbst der Entwickler nicht genau sagen kann wann es eine erste Beta geben wird davon, ist das keine Option.

Was ist denn mit dir Sergej, reichen deine Kenntnisse in puncto Objective-C Programmiersprache für das Apple SDK aus um was eigenes in der Hinsicht zu entwickeln? Hast da schon 1 App produziert, so als Beispiel.

LexX Noel
9 Tage zuvor | #10 Sergej Müller

@LexX Noel
Ja, perfekt ist sie nicht, die App. Mittlerweile habe ich auch einen sehr bedeutenden Bug mit HTML-Tags gefunden und gemeldet. Man passt jetzt beim Verfassen der Beiträge mehr auf.

Für mich wäre es nichts, schon aus dem Grund des Aufwandes und der Zeit. Das würde dann zu einem Projekt in der Größe von wpSEO mutieren und dafür habe ich leider keine Kapazitäten frei. Ein wenig Privatleben darf auch nicht fehlen.

Sergej Müller

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