Artikel vom 28. März 2009
Mac Web Development: Espresso 1.0 im Test – schick, aber auch gut?
MacRabbit, das belgische Unternehmen hinter dem erfolgreichen CSSEdit, veröffentlicht den jüngsten Spross der Anwendungsfamilie in stabiler Version: Vorhang auf für Espresso 1.0. Das Tool versucht – ähnlich Coda von Panic – gängigste Werkzeuge der Web Developer wie Text-Editor, FTP-Programm, CSS unter eine Oberfläche zu bekommen und untereinander zu vernetzen. Nach einem mehrtägigen Test zeigt sich nun, ob die Investition von 60 € sich lohnt.
Smultron, mein verlässlicher Partner
Bis jetzt verstehe ich mich bestens mit Smultron, dem freien und schlichten Editor für Mac OS von Peter Borg: Im Programm sind alle Funktionen und Definitionen intergriert, die man als Web Entwickler im kontinuierlichen Tagesablauf benötigt und festgelegt haben möchte. Der Quelltext-Ersteller arbeitet zügig, fehlerfrei und verzichtet auf grafische Schikane.
Zugegeben ist auch der Texteditor mit der Erdbeere nicht perfekt und bis zur Funktionsvielfalt des legendären TextMate ist noch ein langer, steiniger Weg. Es muss jedoch gesagt werden, dass es immer auf die gesetzten Ansprüche des Anwenders ankommt und in den meisten Fällen reichen die vorhandenen Möglichkeiten des digitalen Fruchtes aus, um Programmierern unter die Arme greifen zu können. Persönlich vermisse ich in Smultron nur eine sehr überschaubare Anzahl an Dingen, die mich unnötig ärgern:
- Codezeilen können für ein späteres Auffinden nicht markiert bzw. gekennzeichnet werden
- Dateien mit hunderttausenden Zeilen werden nur sehr träge geöffnet und noch langsamer bearbeitet
- Dateiübergreifende Suche in einem Ordner sucht man vergebens
Beherrscht Espresso die vermissten Punkte und kann hier Abhilfe schaffen?

Konzentration aufs Wesentliche: Smultron-Fenster ohne Symbolleiste
Espresso: Als Beta schmeckte nicht jedem
Die mittlerweile abgeschlossene Beta-Phase hat die Mannschaft um Espresso herum intensiv und vorbildlich genutzt, Kundenwünschen aufmerksam zuzuhören. So wurde die vermisste Unterstützung und Syntaxhervorhebung für PHP in den Auslieferungszustand der Software aufgenommen – Support für PHP war bis jetzt kein Bestandteil der Anwendung und musste nachträglich aus dem Coffee House herunter geladen und nachinstalliert werden. Kein Beinbruch, jedoch war diese umständliche Vorgehensweise nicht jedem Anwender auf Anhieb bewusst und so wurde die Applikation wegen der angeblich fehlenden Unterstützung der dynamischen Sprache von der Festplatte entfernt. Als Standard erkennt das Tool nun CSS, HTML, JavaScript, PHP, XML und XSL.
Im angesprochenen Coffee House werden so genannte Sugars (= Plugin-Dateien für unterschiedliche Sprachen und Frameworks wie z.B. jQuery) und Themes (= Tapetenwechsel für die Oberfläche) kostenlos vertrieben. Zurzeit befinden sich über 20 Module im Repertoire des “Kaffehauses” (bedauerlicherweise in Teilen als tote Links) und decken zwar noch nicht die gesamte Palette der auf dem freien Markt verfügbaren Sprachen bzw. Frameworks ab, doch der Anfang ist getan und die Community wird es schon richten und die aufkommende Nachfrage stillen, denn eigen entwickelte Erweiterungen können von engagierten Nutzern dorthin übertragen und der Espresso-Gemeinschaft zur Verfügung gestellt werden.

Sammelstelle für Erweiterungen und Themes des Text-Editors
Projekt-fokussiert und Fenster-feindlich
Gleich nach der Installation und den ersten Tests der gelblichen “Espresso-Tasse” fällt sofort auf, dass die Anwendung ausschliesslich für die Arbeit mit Projekten konzipiert wurde: Entweder wird ein Projektordner auf das Programmsymbol gezogen oder man öffnet ein Verzeichnis aus dem Menü heraus. Einzelne Dateien, die nicht zum aktuell gestarteten Projekt gehören, behandelt das Tool anders: Soll eine projektfremde Datei prompt im Editor geöffnet werden, so geht diese im völlig neuen Programmfenster auf. Ärgerlich: Entweder werden auch fremde Dateien zwingend zum Projekt hinzugefügt oder der komplette Schreibtisch ist mit von Espresso gestarteten Fenstern überladen – in stressigen Zeiten geht die Übersicht über die Zuweisung von Projekten zu Fenstern schnell verloren.
Ergebnis: Mit der Anzahl der Fenster geht die Anwendung absolut nicht sparsam – eher stiefmütterlich – um. Auf einem MacBook Air macht die Arbeit mit Espresso nur bedingt Spaß – da geht das Hantieren zwischen den Tabs im Smultron deutlich flüssiger vonstatten.

Dateien eines Projektes lassen sich komfortabel filtern
Kleine und große Defizite
Auch schafft das Programm nicht die Position und Größe des Programmfensters zu merken, so dass nach dem Start der Projekte das Fenster erneut zurecht positioniert werden muss. Nicht wirklich bequem und kostet dem Entwickler nur unnötig Anpassungszeit.
Ebenso wenig hörte die vom Werk eingeschaltete Rechtschreibprüfung auf die Befehle des Anwenders: Nach dem Neustart der Applikation war die bereits still gelegte Option wieder aktiv. Zwar wurde zwischen den Tags und dem Fließtext zuverlässig unterschieden, doch die nicht ganz dezente Unterstreichung der unbekannten Wörter fängt mit der Zeit an zu nerven und abzulenken.
Weitere grobe Macken, die das Nutzen in Frage stellen:
- Espresso verfügt über keine erweiterte Suche über mehrere Dateien hinweg. Die platzsparend umgesetzte Suchfunktion über der Quelltext-Ansicht fahndet nach einer Zeichenkette oder einem regulären Ausdruck ausschließlich im Text der aktuell geöffneten Datei. Eine gleichzeitige Durchsuchung von mehreren Dokumenten eines Projektes, Workspaces oder gar Verzeichnisses ist nicht möglich. Dieses Manko ist ein No-Go, denn nichts ist zeitsparender und effektiver als eine konkrete Zeichenfolge mithilfe von Regular Expressions in unzähligen Dateien auf Knopfdruck ersetzen zu lassen.
- Die Autovervollständigung für Tags lässt sich nicht steuern: Weder die Zeitspanne für die Darstellung der Vorschläge, noch die optionale Abschaltung der Funktion sind in den mageren Programmeinstellungen vertreten. Und so muss sich der Endanwender damit abfinden, dass die aufklappende Liste mit in Frage kämmenden Funktionen und automatisch gesetzte Tags aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken wären – nicht jedermanns Sache: Viele Programmierer tippen zügig und sind auf die nett gemeinten Vervollständigungen des Tools nicht angewiesen. Eine fehlerhaft eingebaute und absolut unbrauchbare Vervollständigung für PHP kommt noch dazu. Wirklich schade.
- Auf der Symbolleiste abgebildete Schaltflächen wie z.B. der Knopf “New Style” besitzen keinen äquivalenten Shortcut für schnellere Zugriffe auf die Aktion auch bei ausgeblendeter Leiste. Einfach nicht implementiert oder liegt hier eine Fehlkommunikation vor?
- Der integrierte und immer griffbereite FTP-Browser vergleicht und führt Datenbestände zusammen – eine der Stärken der Anwendung. Hier muss Espresso jedoch definitiv nachbessern und deutlich mehr Stabilität, Effizienz und Geschwindigkeit einbringen.

Suchen und ersetzen, jedoch nicht dateiübergreifend
Resümee
Das Team von MacRabbit ist der festen Überzeugung, es sei noch Platz für eine weitere Lösung parallel zu Coda frei und kann noch erfolgreich und gewinnbringend besetzt werden. Ob das zugegeben schmucke Stück Software sich auf dem Markt der Multifunktionsanwendungen für Mac OS tatsächlich etablieren und dem Konkurrenten Panic wertvolle Anteile abgewinnen kann, wird sich im Verlauf der Entwicklung zeigen. Aktuell kann Espresso 1.0 kaum überzeugen, dafür ist der erwartete Funktionsumfang schlicht zu winzig, um sich mit dem Rivalen ernsthaft messen und eine stolze Marktposition sichern zu können.
Aber wir haben doch alle klein angefangen und wo viel Schatten, da ist auch nicht weniger Licht: Zahlreiche Ansätze sind im Tool bis ins Detail durchdacht, vorbildlich gelöst und machen Appetit auf kommende Weiterentwicklungen. Im Großen und Ganzen bleibt das Produkt interessant und sein Lebensfortschritt spannend – das Warten auf das baldige Update wird sich mit Sicherheit lohnen. Espresso kann nur besser werden (dito der Kaffee)!
Nachgefragt
Habt ihr Espresso ausprobiert? Welche Meinung habt ihr euch gebildet? Was vermisst ihr oder findet so richtig revolutionär und einmalig?
[Der Autor] Sergej Müller ist enthusiastischer Software Engineer mit Schwerpunkten Webentwicklung und WordPress. Seit 2007 programmiert und vertreibt er wpSEO, das weltberühmte und patentierte SEO-Plugin für WordPress-Blogs.
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18 Kommentare zum Artikel
ich will es demnächst testen. aber so wie es aussieht bleibe ich bei textmate.
Hi Sergej,
danke erstmal für den auführlichen Bericht – hochinteressant. Ich arbeite mit dem Panic Coda, bin damit sehr zufrieden und vermisse eigentlich nichts. Mich würde bei Espresso besonders die umständliche Bearbeitung projektfremder Dateien in neuen Programmfenstern stören. Das ist für mich ein absolutes NoNo. Aber wie Du sagtest, wir reden hier von Version 1.0 und ein interessanter Wurf ist den Jungs von MacRabbit mit Espresso auf jeden Fall gelungen. Ich denke, dennoch, dass die 39$ extra für den Panic Coda (noch) gut angeleget sind.
@Simon
Zurzeit habe ich keine Anwendung im Einsatz, die nicht mehrere Dokumente in einem Fenster mittels Tabs verwalten kann. Espresso wird mit Sicherheit nachziehen.
Ich denke, und das hat Simon schon angesprochen, dass es für ein Produkt spricht, wenn man gar nicht daran denkt, es fallen zu lassen. Ich benutze Coda und hatte nicht einmal das Bedürfnis, mir Espresso näher anzusehen.
Ich kann zwar bei den genannten Programmen nicht mitreden, weil ich keinen Mac habe. Aber schau dir mal Netbeans IDE 6.5 an, die gibts auch für Max OS.
Ich liebe mittlerweile diese IDE. SVN Unterstützung, Debugging, Codeautovervollständigung für alle intergrierten Sprachen usw.
Und kostenlos ist sie auch noch.
Und schon gibt es das erste Nachbesserungsupdate: Espresso 1.0.1
Vielen Dank für den Testbericht.
Ich arbeite seit einigen Tagen mit espresso und bin – trotz der ´Macken´ – recht überzeugt.
Flüssiges flinkes Schreiben ist ebenso möglich wie das schnelle Speichern und gleichzeitiges Uploaden.
Projekte werden überzeugend verwaltet nur mit dem Mancko: alles schön on den Projektordner ziehen.
FTP-Server merkt er sich ebensowenig wie bereits eingestellte Quickpublishings.
Der Navigator ist recht loblich und ebenso die gesamte Übersichtlichkeit… solange man in einem Fenster arbeitet.
Ich denke das Tool wird wachsen … und sicherlich noch viele Updates erfahren.
Für meine kleineren Projekte macht es sich super… und ist meinerseits für ebensolche sehr empfehlenswert.
Danke für den Testbericht.
Ich finde das Programm hat absolut Potenzial. Wei bei CSS-Edit muss man sich erst etwas daran gewöhnen, dass die Denkansätze immer etwas von einer anderen Seite kommen, als gewohnt.
Als zusätzlichen Editor kann ich mir Espresso schon vorstellen. Und für gewöhnlich hat man ja alle Daten eines Projektes auch in einem (Projekt-)Ordner.
Also… espresso kann wie Safari… Fenster zu Tabs zusammenfassen… :)
einfach mal ein Fenster aufmachen und dann spielen.
Sorry, aber es scheint sich hier nur um einen Kurztest zu handeln.
Ich habe nach CSS Edit Espresso gekauft und bin hochzufrieden. Mit Coda arbeite ich langsamer, ich habe es getestet…
Für alle anderen Sachen… nimmt man(n) beser TextMate. :) Das ist ein echter Editor mit riesiger Funktionalität.
Coda sieht zwar am schönsten aus… aber leider muss man sagen, dass es auch am umständlichsten ist, zumindest für mich, ich möchte da wirklich niemandem auf die Füße treten. Da ist Espresso m.E. sehr bald weiter.
Ich habe gute Hoffnung für das Programm. :)
Vielleciht weiss der eine oder andere auch, dass CSS Edit ursprünglich in Coda eingebaut werden sollte… so wie Coda auch die SubEthaEdit Engine zum Editieren benutzt.
Ich kann nur sagen, dass zufrieden bin und mir nur eine bessere Verzahnung der beiden Produkte (espresso und CSSEdit) wünsche… :)
Cheers,
Martin
Martin, danke dir für deinen längeren Kommentar. Natürlich ist mir nicht entgangen, dass Espresso im leeren Fenster mit Tabs umgehen kann. Doch wie ich oben im Beitrag auch schrieb, lässt Espresso keine Tabs im gleichen Projektfenster zu und erzeugt immer wieder aufs Neue zusätzliche Instanzen. Und das ist unpraktisch.
Und natürlich hoffe auch ich, dass aus dem Programm eine erwachsene Konkurrenz zu Coda entsteht. Bald ist Espresso vielleicht wirklich weiter, doch es gilt abzuwarten und wie man es schön sagt: Kaffee trinken.
Danke erstmal für den ausführlicheren Test, bisher waren dahingehende Beschreibungen sehr dünn gesät.
Ich benutze Coda seit einiger Zeit und komme damit bestens zurecht. Dennoch schaue ich gern über den Tellerrand ;-)
@Martin Adelstein
“Coda sieht zwar am schönsten aus… aber leider muss man sagen, dass es auch am umständlichsten ist, zumindest für mich, ich möchte da wirklich niemandem auf die Füße treten”
- Wäre schön, wenn du’s näher ausführen könntest. Was soll denn umständlich sein? Ich denke, einfacher und effizienter geht es gar nicht mehr..
Tja… Also Coda:
Es ist toll… aber ich fühle mich umständlich damit. Vor allem der CSS Editor ist sehr umständlich weil es entweder nur die Code Ansicht gibt… oder die Funktionseditor Ansicht. Die CSS Edit Integration mit Espresso ist da schöner. Ok… man hat dann den 2. editor, aber dafür ist nimmt er Updates schön mit, wenn man Code aktualisiert.
Der grösste Schwachpunkt ist der CSS Editor dort. Auch das XRay Modul von CSS Edit ist schneller und besser… Das ständige Teilen von Fenstern… wenn man eine Webvorschau bei Coden haben will ist umständlich und langsamer…
Ich kann es nur zu diesem Zeitpunkt etwas subjektiv beschreiben… denn es ist schon ne Weile her… dass ich mit Coda gearbeitet habe.
Wie gesagt… für das ernsthafte Programmieren… greife ich zurück auf TextMate… das ist wesentlich anspruchsvoller…und leistungsfähiger… :)
So betrachtet… arbeite ich mit 3 Programmen… und komme damit wirklich gut zurecht. Die möglichkeit das Syntaxcoloring zu bearbeiten und die offene Architektur machen Espresso aus meiner Sicht schnell erweiterbar. :) Ich hoffe Sugars tun das selbe für Espresso wie die Erweiterungen von textmate…
CHeers,
Martin
Offen gestanden ist Espresso gar nicht mein Fall. So nett die Idee der “alle-Fesnter-in-einem” ist, wer PHP, HTML und CSS schreibt (und nicht per WYSIWYG nutzt) ist meist Minimalist.
Seit vielen Jahren benutze ich nur noch TextWrangler. Suche über mehrere Dokumente, eine übersichtliche Leiste, Code-sicher, Syntax Einfärbung, alles bestens. Nur ein paar Snippets und das “Code-Aufräumen” von Taco HTML Edit würde die Sache noch besser machen.
Wer schnell mal eine Datei bearbeiten will (und die Betonung liegt auf >>eine<<), will und braucht dafür kein Projekt. Das Hin- und Herschalten zwischen den Dateien, das nicht klar erkennbare ließ mich schnell aufhören zu Testen. Fragen wie “Was ist das gerade was ich bearbeite?” oder “Was ist ein “Work Space” und wieso erscheint eine Datei zweimal?”, etc. sorgten dafür.
Manchmal braucht man eben nur ein gutes Helferlein und kein Raumschiff. ; )
Bin zwischen Coda und Espresso ziemlich hin und hergerissen. Coda hat natürlich ein weit aus größeren Funktionsumfang, wie bspw. für mich unerläßlich die WebDAV Implementierung.
Aber Espresso is wesentlich aufgeräumter, ohne Schnick-Schnack daherkommt und viel schlanker ist.
Was ich in Coda überhaupt nicht mag, ist die Site-Übersicht (viel zu unübersichtlich bei vielen Projekten), die Tabs (Workspaces bei Espresso ist das wesentlich besser), die HUD-Fenster (alles was Panic nicht in die Oberfläche hineinbekommen hat, haben sie in störende Front-Fenster gepackt) und die schlimmste, kein Folding.
Bin der Meinung das in Espresso viel potential steckt. Mich stört nur in Espresso, das fehlende Gobal-Search-Replace.
@Philip
Freut mich zu hören und ich dachte schon, ich bin weit und breit der Einzige, der noch das wunderbare Werkzeug Smultron im Einsatz hat.
Auch von mir nochmal danke für den Cafe-Test!
Ich bin langjähriger Smultron Benutzer. Vor kurzem entschloss ich dann, einen Blick über den Tellerrand zu werfen: ich testete Textmate (ca. 49,– EUR), skEdit (ca. 28,– EUR), und Coda (ca. 79,– EUR). Ergebnis: back to Smultron! Warum?
1. Die “Live”-Vorschau: bei Smultron habe ich mein Code-Fenster, mit Apfel-U öffne bzw. aktualisier ich das Vorschau-Fenster – einfach! Bei Coda mußte ich erstmal erfahren, daß sowas nur geht, wenn kein Server eingestellt ist. Und jede Änderung wird im Adressfeld (ähnlich wie Safari, wenn eine Seite geladen wird) angezeigt – lenkt ab, überflüssig. Bei skEdit habe ich gar keine Live-Preview-Funktion, nur eine Browser-Vorschau.
2. Einrücken/Tabs aktivieren oder nicht: sicher, das ist persönlicher Geschmack, ob man mit oder ohne Tabs kodiert. Ich kodiere ohne. Smultron und skEdit: kein Problem, kann ich einstellen, wie ich will. Textmate: umständlich, dafür muß ich im HTML-Bundle rumwühlen.
3. Unsichtbare Zeichen (Steuerzeichen) anzeigen: auch hier ist wieder Smultron der Gewinner. Alle Zeichen werden angezeigt. Bei Textmate nicht. Und bei skEdit gibt’s dafür kein Tastatur-Shortcut! Überhaupt sind die Shortcuts bei skEdit dürftig. Bei Smultron kann ich mit dem Snippet-Fenster schnell eigene Shortcuts zum kodieren erstellen. Super!
Kurz und gut: beinahe hätte mich Textmate überzeugt, nachdem ich auch Zeit investiert hatte, sämtliche Screencasts anzuschauen, Tastatur-Kürzel zu lernen, etc. Es bietet enorm viel. Aber das muß erstmal gelernt/gemerkt werden! Neben den oben genannten Punkten für mein Geschmack dann doch zu viel. Und wann kommt ein Update?
Coda – ich weiß nicht. Tolles Design, tolles Interface. Aber eben auch fast zu viel, wenn’s darum geht, schnell mal eine einzelne Seite zu bearbeiten. Die Site-Übersicht überzeugt mich auch nicht wirklich. Das wünsche ich mir aber für Smultron: ein Projekt-Fenster, der auch Ordner beinhalten kann (oder die Datei-/Ordnerstruktur des Finders spiegelt) – das hat skEdit…
Vielen dank für das Tool Smultron, genau sowas habe ich gesucht, mein Macbook habe ich gestern bekommen, und habe nun auch ein Editor für Entwicklung, naja das neue Espresso ist auch schön, aber Smultron reicht im moment :)
Danke
Ich finde Espresso super zum Coden an sich. Der Editor ist schön das schriftbild auch aber das mit dem Projektzwang geht auch gar nicht klar wie ich finde. Ich kann nicht mal schnell auf dem FTP eine Datei bearbeiten etc etc. Das ist nicht gut sowas. Es macht keinen Sinn für alles Projekte anzulegen. Ich hoffe Espresse wird noch weiter entwickelt was das angeht. Die FTP funktion ist auch schwachsinnig und nur auf Projektarbeiten ausgelegt. Schade schade.
Ich nutze nun wieder Coda. Bei Coda stört mich nur das es irgendwie träge wirkt und das gewisse Sachen nicht gehen (CMD + B für Strong) und solche Sachen. Die Tags schließen auch nicht schön bei Coda, da find ich Dreamweaver immer noch am besten von den ganzen.
Mal schauen wie sich die Programm noch entwickeln. Aber Espresso geht mir so wie es jetzt ist einen komischen Weg, ich hoffe sie finden noch einen anderen.
Mit TextMate konnte ich nie warm werden und das Smultron ist mir dann wieder etwas zu dünn.